Vorsicht Minen

image1983 war ich schon mal hier in Rerik, eine Woche Trainingslager in Vorbereitung auf das Turn- und Sportfest in Leipzig, riesengroßes Event in der DDR. Damals war die Landzunge zwischen Salzhaff und Ostsee militärisches Sperrgebiet und für uns tabu. Und heute? Immer noch alles dicht! Eingezäuntes Gelände, verlassene Gebäude, kein Zutritt – wie schade! Ich würde ja so gerne heimlich und verbotenerweise trotzdem mal über den Zaun klettern … Aber wer weiß? Am Ende ist dort alles vermint?!

Der Strand vor dem hohen Absperrzaun IST jedenfalls vermint. Habe es selbst gesehn! Betreten auf eigene Gefahr! Das reinste Tretminenfeld! Die Minen unterscheiden sich in Farbgebung, Konsistenz und Größe beträchtlich voneinander, ja, man muss schon die Augen auf halten, um nicht in einen Mine rein zu tappen. Ich gehe als aufmerksame Strandspaziergängerin mit konzentriertem, stets nach unten gerichtetem Blick da lang und schaffe es ohne „Minenkollision“ bis zur Seebrücke. Gerade als ich mir selbst anerkennend auf die Schulter klopfen will, ruft meine Kollegin von der Seebrücke runter: „Kommste endlich? Ich hab Fischsemmel!“ Ooooch, wie lecker! In diesem Moment kamen gerade zwei größere Exemplare der Spezies Tretminenverteiler mit ihren Herrchen daher. Ich verdrängte den Gedanken an Farbgebung, Konsistenz und Größe ihrer Minen, die sie sicher gleich da ablegen würden und entschied mich ganz spontan, den Fischsemmel doch lieber am Strand für Zweibeiner zu genießen. Mahlzeit!

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