Meine Arme schrumpfen

Ja, es kann nicht anders sein. Alle beide, also der hüben und der drüben, ne? – die laufen mir so langsam aber kontinuierlich ein.  Es ist phänomenal!

Ich merke das ganz deutlich beim Lesen. Die Schriftzeichen sind immer schlechter zu erkennen. Wenn ich die Augen zusammen kneife, gehts. In manchen Dingen ist der Mensch doch nicht besonders vorteilhaft konstruiert. Ein Gewinde an den Gelenken und am Hals – ja, ich hätte da so ein paar Verbesserungsvorschläge für die nächsten Modelle 😉

Ich habe auf dem Dachboden ein altes Fußbänkchen gefunden. Wenn ich mich da drauf stelle und das Buch auf den Tisch lege, geht es so einigermaßen. Es ist aber unbequem für längere Zeit und beim Lesen habe ich es nun mal gerne bequem. Hat das Buch eine sehr kleine Schrift, brauche ich das Fernglas. Ich hab das mal probiert. Die Nachbarin ( sie ist ja sowas von neugierig) hat mich mit offenem Mund entgeistert von draußen durch das Fenster beobachtet (sie dachte scheinbar, ich krieg´s nicht mit). Bestimmt hat sie sich hinterher die ganze Nacht lang den Kopf zerbrochen, warum ich auf dem Bänkchen stand und durch ein Fernglas so interessiert unseren Küchentisch angeglotzt hab´. Ich werde es ihr auf keinen Fall verraten.

Vielleicht sollte ich doch endlich auf ebooks umstellen, da kann ich die Schriftgröße einstellen und brauch kein Bänkchen, kein Fernglas und kein Gewinde. Ja, das ist die Lösung!

Und da, wo jetzt mein Bücherregal steht, kommt ein großes Fenster rein, bis runter zum Boden. Da hat dann die Nachbarin einen besseren Überblick bei uns rein und kann besser schlafen. Wir sind doch nette Menschen, ne?

Ich werde Bürgermeister

Das habe ich mir heute vorgenommen. Spätestens am Wochenende fange ich mit den Vorbereitungen dafür an. Ich werde mich bei „foursquare“ anmelden und mich von da an überall „einchecken“, bis ich es geschafft habe, irgendwo „Bürgermeister“ zu werden. So! Und wenn ich der Bürgermeister vom Briefkasten an der Ecke werde – ist doch schon mal ein Anfang, oder? Übrigens: Meine Tante Berta, ne? – die war auch mal Bürgermeisterin. In Dresden Stadtteil Cossebaude. Ja, die hat es zu was gebracht! Naja, inzwischen guckt sie sich auch schon lange das Gras von unten an. Ich fange halt erst mal klein an. Aber – wir sprechen uns wieder! Ihr werdet seh´n. Ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden.

„Wir haben Druiden im System“

7.30 Uhr. Kindergarten. Turnraum. Drei Jungs spielen Raumschiff Enterprise. Ich bin nebenan in meinem Büro und schnappe den einen oder anderen Wortfetzen auf.Und plötzlich kam es:

„Wir haben Druiden im System!“

Oh je, was nun? Dafür haben wir keinen Notfallplan! Für alle möglichen Störfälle sind wir mehr oder weniger gerüstet: Feuer, Sturm, kindliche Wutausbrüche, Stromausfall, volle Windeln, Hochwasser, hysterische Eltern, Epidemien, Schreikrämpfe, Läusebefall, Amokläufe – aber nicht dafür. Haare rauf! Ich überlegte, ob ich auf den Hausmeister warten oder besser gleich Bürgermeister, Polizei, Katastrophenschutz und das Ministerium informieren sollte. (Ob die Anschela und die Truppenursel das auch wissen müssen?) Diese Entscheidungen immer am frühsten Morgen!

Ich hab dann noch etwas Insektenspray gefunden …

Wochenendseminar in Kloster Banz

Wie habe ich mich auf die zwei Tage gefreut. Endlich mal wieder Banz. Wie oft war ich eigentlich schon hier in diesen ehrwürdigen, geschichtsträchtigen Mauern? Die eintätowierte Inventarnummer auf meinem Oberarm gibt darüber leider keine Auskunft – grins.

Ja, es ist interessant, muss ich echt zugeben, obwohl ich ein absoluter technischer Tiefflieger bin, sagen meine Kinder. Trotzdem: Ab und zu schweifen meine Gedanken ab. Vorige Woche noch Mexiko, Koffer auspacken, dann eine Woche volles Programm im Dienst – die Zeitumstellung machte mir bis Mittwoch arg zu schaffen (laut stöhn) – Handwerker im Büro mit ihren Bohrmaschinen (Krach), dann endlich Freitag! Miniköfferchen packen und hier her gedüst.

Gestern Abend ging es hier los. Die beiden Referenten sind ganz locker drauf. Zwei so steife Pinguine hätten mir gerade noch gefehlt! War heiden froh, dass ich nicht eingeschlafen bin, immerhin ging mein Tag schon 5.15 Uhr los – wie immer, seufz.

Aber heute Nachmittag hätte ich es beinahe vergeigt, da hab ich mich doch tatsächlich verschlafen nach meinem Mittagsschläfchen und bin 6 Minuten und 48 Sekunden zu spät gekommen – oberpeinlich! Wo ich doch Unpünktlichkeit überhaupt nicht leiden kann, menno! Am besten ist es, ich beschließe für dieses WE, dass ich es mir selbst erlaube, unpünktlich sein zu dürfen. Ob ich mich noch nachträglich entschuldigen sollte für heute Nachmittag? Und vorträglich, falls es noch mal passiert? Gibt es eigentlich das Wort „vorträglich“ schon? Wenn nicht, dann wäre es ein Neologismus. So nennt man doch die Neuschöpfung eines Wortes, oder? Hm, kann mich nicht mehr so genau, erinnern. Hätte im Deutschunterricht besser aufpassen sollen … Könnte ja mal den Deutschlehrer fragen. Oder lieber doch net. (Ach je, jetza schreib ich scho so, wie ich red, haja, dös Fränkische kümmt halt immer widder mol durch) Jedenfalls hört sich „im Vorfeld“ oder „vorher“ doch laaaaaangweilig an, da ist doch vorträglich 1001x interessanter. Zumindest bringt man sein Gegenüber für ein paar Sekunden (oder je nach Intelligenzquotient auch für ein paar Sekunden mehr oder im schlimmeren Falle für ein paar Minuten oder im allerschlimmsten Falle auch gar nicht) zum Nachdenken, ob es dieses Wort nun tatsächlich gibt oder nicht, ob es eventuell ein neues Modewort ist oder ob der Sender der Botschaft, nämlich ich, den Empfänger der Botschaft, also mein Gegenüber, einfach nur veräppeln will.

Ach, ja, Äppel! Ich habe heut den ganzen Tag auf zwei angebissene, sonderbar leuchtende Äppel geguckt. Ob ich da heut Nacht davon träume?

 Quelle:

Die Teilnehmer in diesem Seminar finde ich sehr nett und aufgeschlossen. Stefanie mag ich besonders, wir sitzen nebeneinander im Seminarraum 11. Und Rudis Geschichten gestern Abend im „Bierstüb´le“ – ich könnte ihm stundenlang zuhören!

Mal seh´n was heute noch so kommt. Es ist jetzt 18.53 Uhr. Ich höre jetzt auf zu schreiben. Es wird doch hoffentlich genug sein??? Herr Lange hat gerade gesagt: „Er hat ein IMPRESSUM.“ Wow, wie spannend! Das muss ich auch unbedingt haben. Wo gibt´s das denn? Ich guck´mal bei Amazon, vielleicht krieg´ ich das da ja günstig

lacht da etwas jemand?