Hallo, ihr Menschen überall auf der Erde

Als ich anfing zu bloggen, dachte ich ja im Traum nicht daran, dass außer meinen Bekannten (und die musste ich schon mit der Nase darauf stupsen) jemals jemand im riesengroßen Internet ausgerechnet auf mich winzigkleines Licht stoßen würde und meine Blogs liest. Es sind nach wie vor nicht viele Menschen, die mich entdecken. Dafür schreibe ich einfach viel zu wenig und zu unprofessionell. Wie dem auch sei … Ich fühle mich eher als blutiger Anfänger in diesem Metier.

Aber als ich die Tage mal in meine WordPress-Statistik geguckt habe, war ich doch ziemlich platt. Da gibt es doch tatsächlich Leute in anderen Ländern, die sich dafür interessieren, was ich schreibe. Wow! Das find ich total aufregend! Ich versuche mir vorzustellen, was das wohl für Menschen sein könnten: Einheimische oder auch Deutsche, die in diesen Ländern leben, junge oder ältere Menschen, Frauen oder Männer. Wie mögen sie auf meine Texte gestoßen sein? Durch andere Blogger, durch meine Tags oder einfach zufällig beim Stöbern in WordPress?

Natürlich hat mich das „internationale Interesse“ (mein Gott, wie geschwollen sich das anhört – lach) an meinen Blogs total motiviert, öfter mal etwas zu schreiben. Aber wer schon mehr von mir gelesen hat, weiß bereits, was für enorme Kämpfe ich mit meinem inneren Schweinehund auszustehen habe. Ich lasse ihn halt ab und zu gewinnen, damit ich meine Ruhe habe. Wer etwas von mir lesen möchte, muss sich also in Geduld üben.

Heute möchte ich an die paar einzelnen Menschen außerhalb von Deutschland, die sich versehentlich auf meine Seite verirrt oder (träum ein bisschen, Heike) vielleicht ganz bewusst meine Blogs gelesen haben, einen ganz herzlichen Gruß senden. Ich kann euch gar nicht sagen, wie spannend ich das                             Foto 03.09.14 22 18 52    finde. Die Welt wird doch immer kleiner, oder?

Und damit sich meine Landsleute nicht benachteiligt fühlen: hier ist noch ein herzlicher Gruß für euch – ich will ja schließlich niemanden diskriminieren 😉

Dieser Schweinehund!

Ja, ich kenne ihn wirklich nur zu gut, diesen fiesen Kerl! Er ist an allem schuld. Groß und stark wie Goliath ist er. Was soll der kleine David in mir gegen ihn wohl ausrichten? Und ständig neue Argumente hat er, um mich von meinen guten Vorsätzen abzuhalten.

Ich hatte mir zum Beispiel vorgenommen, einmal in der Woche hier zu bloggen. Warum? Es macht mir halt Spaß, Dinge von der Seele zu schreiben, mich mitzuteilen, vielleicht etwas Bleibendes zu hinterlassen – keine Ahnung. Auch wenn mein Schreibstil alles Andere als formvollendet ist. Davon bin ich meilenweit entfernt. Na und? Egal, der Wille und der Spaß an der Sache sind es, die zählen! Bin ja nicht perfekt und strebe es auch nicht an. Wenn da nicht meine Freunde wären, die immer sagen, mach mal weiter …
Doch dieser Schweinhund, dieser Fiesling in mir drin, fing an mir ins Ohr zu flüstern:

„He, du hast doch gar keine Zeit für sowas. Lies lieber in deinem Buch. Und ein Nickerchen würde dir jetzt auch gut tun. Hattest du nicht auch kürzlich mal was von wieder mehr sporteln gesagt? Außerdem wolltest du schon lange mal Andrea anrufen. Und überhaupt: sitzt du nicht schon tagsüber lang genug am PC?“ (alle anderen Argumente möchte ich an dieser Stelle lieber gar nicht schreiben 😉 grins)

Ja, so fing ich an nachlässig zu werden und ich ahne, dass mein kleiner David noch öfter den Kampf gegen den großen Goliath verlieren wird.
Aber das ist mir schnurzpiepegal, habe ich heute für mich beschlossen. Ich will mich nicht unter Druck setzen lassen. Wenn ich Lust und Zeit habe, dann schreibe ich. Wenn ich nicht schreibe, dann fehlt mir entweder das eine oder andere davon oder beides gleichzeitig. Punkt. Da wird sich der Goliath aber ärgern! Der kann mir mal den Buckel runter rutschen. Was soll er mir denn jetzt ins Ohr flüstern?

Tja, somit hat mein kleiner David also am Ende doch noch gewonnen. Breit grins.
Ach, wäre es im Leben nur immer so einfach …